Lieber Ingvar Kamprad,
in großer Sorge wegen Deines Vorhabens, ein weiteres (Dein drittes) Möbelhaus auf dem Gebiet des Stadtstaates Hamburg zu errichten, schreibe ich Dir. Und zwar willst Du es bauen nicht auf der redensartlichen „grünen Wiese“, sondern mitten in unserem Wohnquartier Altona-Altstadt! ,,Es wäre das erste Ikea-Haus, das auf dem europäi¬schen Kontinent mitten in der Stadt gebaut wird“, schreibt dazu das „Hamburger Abendblatt“ am 17.September 2009 in einem Bericht über eine öffentliche Anhörung zu Deinem Vorhaben.
Ich weiß wohl, dass Du meinen Brief nicht einmal zu Gesicht bekommen wirst. Ich erwarte aber, dass Deine Beauftragten, die hier vor Ort mit den Behörden und den Politikern verhandeln, sich auch mit den von mir als einem unmittelbar Betroffenen, der aber nicht nur für sich selbst spricht, vorgebrachten Argumenten auseinander setzen und diese bei dem berücksichtigen, was sie Dir über den Stand der Dinge be-richten. Ich bedaure sehr, dass ich Dich nur mittelbar ansprechen kann, denn ich bin sicher, dass ich Dich mit den Argumenten, die ich buchstäblich im letzten Moment noch gegen eine Ansiedlung von IKEA in unserem Wohnquartier vorzubringen habe, sehr nachdenklich machen könnte.
Aber wer bist Du eigentlich? Wir haben uns von Dir als Person des öffentlichen Lebens eine Vorstellung gemacht. Dein Image ist das eines Patriarchen, der über ein weltweites Firmenimperium herrscht und sich dennoch, trotz seines Reichtums, ein Gefühl und Verständnis für die einfachen Menschen bewahrt hat. Dass das so ist, möchten wir gerne glauben!
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